Finnjamboree

Hämeenlinna
Finnland
16.07.2016
Ganztägig
Ende: 28.07.2016 (ganztägig)

Wir sind recht zufällig auf das Finnische Jamboree Roihu gekommen, von dem eine unserer Mit-Roverinnen, welche zuvor in Helsinki war, erzählt hatte. Also begannen wir mit der Planung. Gerade das Gepäck und der Transport des Zeltmaterials sind beim Fliegen nicht zu vernachlässigen.

Schließlich standen wir dann aber am 16. Juli mit gepackten Rucksäcken und Taschen in Nievenheim am Bahnhof. Nur einer hatte verschlafen, aber wir kamen trotzdem alle rechtzeitig in Düsseldorf an und der Flieger startete pünktlich um 11:50 Uhr in Richtung Helsinki, wo wir aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde um 15:10 Uhr landeten.

Während wir auf unseren Bus nach Mikkeli warteten, wo uns unsere Gastfamilien abholen, stärkten wir uns in einem Fast Food Restaurant, welches nicht so ganz Fast war, dafür aber die Preise auf ein finnisches Niveau angehoben hatte. Um ca. 22:00 Uhr erreichten wir dann mit etwas Verspätung die alte Militärstadt Mikkeli, von wo aus wir von unserer Gastfamilie abgeholt wurden. Ein Großteil der Gruppe ist eine Station früher in Ristiina ausgestiegen und wurde von dort abgeholt.

Die vier Tage in den Gastfamilien vergingen für uns alle sehr schnell. Wir haben viel von der finnischen Natur gesehen waren natürlich jeden Tag nach der Sauna im See hinter dem Haus schwimmen. Wir wanderten ebenfalls auf den höchsten Punkt Nordfinnlands, von wo aus man einen tollen Ausblick über die vielen Seen hatte. Der größte See Finnlands, der Saimaa, war am Horizont zu erkennen.

Eine Stadttour durch Mikkeli war natürlich auch mit dabei. Mit seinen nur ca. 55.000 Einwohnern zählt Mikkeli trotzdem zu den 15 größten Städten in ganz Finnland. Da Finnland etwa so groß ist wie Deutschland, aber nur ca. 5,5 Millionen Einwohner hat, ist die Natur meist unberührt und die wenigen Häuser sind gut in die Landschaft integriert.

Am 20. Juli mussten wir uns von den Gastfamilien verabschieden, denn es ging weiter in Richtung Hämeenlinna. Dorf fand in der Nähe das bisher größte Pfadfinderlager Finnlands statt. Der gesamte Zeltplatz lag mitten im Wald und es war eine sehr gute Atmosphäre unter den fast 17.000 Teilnehmern. Nach einem langen Marsch über den Zeltplatz erreichten wir unser Subcamp. Da das zur Verfügung gestellte Bauholz zu kurz war empfahl uns unser zuständiger Staff, dass wir uns doch lieber im Wald einen passenden Baum fällen, dies scheint in Finnland normal zu sein.

Nachdem das Zelt stand, gab es Abendessen und danach ging es zur Eröffnungszeremonie.

Nachdem wir mehr oder weniger ausgiebig geschlafen hatten, machten wir uns auf, das riesige Areal zu erkunden. Dass einer aus unserer Gruppe sein Portemonnaie im Bus vergessen hatte stellte sich als kein wirkliches Problem heraus. Der Busfahrer, welcher schon wieder in Helsinki war, wurde von einer netten Dame, welche für die Logistik zuständig war, ausfindig gemacht und schon am nächsten Tag konnten wir dies in der Fundgrube abholen.

In den nächsten Tagen fuhren wir Kanu, gingen in die Sauna, halfen bei der Essensausgabe aus oder lagen einfach mal entspannt in der Hängematte.

Am internationalen Abend hatte jedes Subcamp einen Workshop vorbereitet und so konnte man z.B. von den Kanadiern eine besonders schnelle Version des Kartenspiels Feuer lernen oder sich mit den Schweden im „A-Frame“ Rennen duellieren.

So langsam, aber sicher, neigte sich das Lager dem Ende zu. Bei der Abschluss-Zeremonie gab es sehr viel Musik. Da inzwischen auch jeder den Text des offiziellen Lagerliedes kannte, war die Atmosphäre in der Arena großartig!

Nach der Abschluss-Zeremonie haben wir noch, wie in Finnland so üblich, ein paar Andenken mitgenommen. Die Wegzeichen und Lagerpläne werden ansonsten nach dem Lager entsorgt.

Am 28. Juli konnten wir, obwohl unser Bus zum Flughafen um 10:30 Uhr abfahren sollte, ganz entspannt zum Frühstück gehen, da wir unser Zelt schon am Vorabend abgebaut und unsere Taschen gepackt hatten. So mussten wir zwar unter freiem Himmel schlafen, aber das Wetter war auf unserer Seite!

Mit einer kleinen Verspätung fuhren wir los in Richtung Helsinki. Wieder einmal wurde uns bewusst, wie gut dieses Lager organisiert war und wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Organisatoren mit irgendetwas überfordert gewesen wären.

Nach einer kleinen Wartezeit in Helsinki am Flughafen hoben wir um 16:30 Uhr ab und landeten um 17:55 Uhr in Düsseldorf. Dort mussten wir feststellen, dass eine Isomatte unterwegs verloren gegangen ist.

Am Ausgang wurden wir herzlich von den zu Hause gebliebenen Rovern begrüßt und haben uns noch von einer Mitroverin verabschiedet, welche am gleichen Tag noch für ein Jahr nach Süd Afrika geflogen ist.